Beiträge von Wilferedh

    Das ist kein wütender Smilie, sondern ein Motz-Smilie. Natürlich habe ich das Datum gesehen. Ich wollte mit dem zweiten Post auf einen seit vier Jahren verwaisten Thread aufmerksam machen. Ich finde es schade, wenn nette Threads einschlafen.

    Welche Größe braucht denn das Titelbild im Profil? Ich habe auf meinem Rechner einen Sonnenuntergang geladen, bei dem angezeigt wird, dass er zu schmal ist.

    Ich stelle mir eine Art Mittelerde-Landschaft vor, oder Bruchtal, oder Lothlórien.

    (Fortsetzung von Das Geisterkleid)


    Draußen dunkelte es und Aja entzündete ein Nachtlicht. Dann begab sie sich zu der Kammertür, ganz am Ende des Flurs. Dort angekommen klopfte sie und sofort war ein „ Momeent, ich koomme schoon," zu hören. Gleich darauf erschien das blasse Gesicht von Ama inmitten der hölzernen Tür. „Wie ist es gelaufen?", fragte sie ungeduldig. „Bis jetzt ganz gut", antwortete Aja mit einem Lächeln. „Ich habe eine Möglichkeit gefunden, den richtigen, geistertauglichen Stoff zu besorgen!" „Großartig, dann besteht also Hoffnung!" „Ich denke schon, auch wenn ich die magische Handgestik noch üben muss, ohne Zuviel Gewebe zu verschneiden!" „Juhuuhuuh, ich bekommen ein exklusives Designerkleid. Früher hätte ich für so Eins gemordet!" „Pst, nicht so laut, oder wollen sie, dass das jenseitige Tribunal so etwas hört?" „Oh, sie haben recht!", wisperte Ama nun. „Natürlich hätte ich nicht dafür gemordet! Jedenfalls denke ich, dass ich höchstwahrscheinlich nicht dafür gemordet hätte! Auf keinen Fall für nur ein-einziges Kleid!" Aja dachte; na das ist ja vielleicht ein Herzchen. Um das Thema zu wechseln, meinte nun der Geist; „was sagen sie, Mademoiselle Aja, wann kann ich zur ersten Anprobe?" „Ich werde den morgigen Tag die Handmagie üben! Ich hoffe, zur Einbruch der Dunkelheit ist es dann so weit!" „Dann schlage ich vor, sie begeben sich nun zur Ruhe, morgen wird für sie ein langer Tag!" „Sie haben Recht, Madame Ama, ich wünsche dann noch eine gute Geisternacht!" „Oh, die werde ich sicher haben! Heute möchte ich einen kleinen Abstecher zum Friedhof machen!" „Was wollen sie den dort!" „Nun ich suche die Gräber von zurückgebliebenen Geistern auf, solche die wie ich nicht ins Licht durften!" „Ja, und dann?" „Nun, am Grab angekommen imitiere ich mit meiner Geisterstimme ein klingelndes Geräusch und wenn der betreffende Geist dann hervorkommt ist keiner da, weil ich inzwischen längst weggeschwebt bin! Das wird wieder ein Spaß!" Aja schlurfte müde in Richtung ihrer Kammer und dachte, hoffentlich ist dieses Abenteuer bald zu Ende.

    Am nächsten Tag stand Aja wieder früh auf und nach einem spartanischen Frühstück ging es gleich ins Atelier, um wie besessen zu Üben. Zwischendurch schaute sie immer wieder ins Magiebuch und von Stunde zu Stunde wurde sie mit ihren Arm- und Handbewegungen sicherer. Als der Abend dämmerte, entzündete sie die Kerzen und es dauerte nicht lange, bis Amas Gesicht in der Zimmerdecke erschien. „Hallo Frau Ama, wie wars letzte Nacht auf dem Friedhof?" „Oh, wirklich mal wieder sehr spaßig! Wie weit sind wir denn?" „Ich habe hier mal einen ersten Entwurf," sagte Aja und zeigte dabei mit sichtlichem Stolz auf ein silbriges Kleid, das auf dem Arbeitstisch lag. „Oh wie schön, es sieht ja wie ein Brautkleid aus! Ich liiiebe Brautkleider!" „Schweben sie hinter den Paravent und streifen sie es mal über und beten sie, dass es nicht durch sie hindurch fällt! Denn dann wäre ich mit meinem Latein am Ende!" Aja legte das seidige Stück vorsichtig über den Paravent und drehte sich Sittsam um. „Sie können sich umdrehen," erklang die Stimme Amas und es war deutlich Freude herauszuhören. Aja tat, wie ihr geheißen und ließ einen erstaunten Pfiff ertönen. Sie wusste ja schon, dass sie gut war, aber so gut?" Freudestrahlend stand ein vollständig bekleideter Geist vor ihr. „Es muss nur noch um die Hüften etwas enger sein und der Saum minimal gerafft werden!" „Stimmt, und...äh, wie wäre es mit Puffärmeln?" Innerlich schüttelte Aja den Kopf. Immer noch anspruchsvoll die Frau Geist, sagte aber, „aber ja, mach ich!" Mit schwungvollen Bewegungen vollendete Aja ihr Meisterstück. Erst der Saum dann die Taille und auch noch ein etwas größeres Dekolleté als weiterer Sonderwunsch. Nun war das Werk perfekt, anders konnte man es einfach nicht sagen. „Ach ich danke ihnen so sehr, mein liebes Fräulein!" Um Ama begann sich eine leuchtende Korona zu bilden und sie wurde im ganzen immer blasser, bis sie mit dem Licht zu verschmelzen schien. Das Leuchten wurde immer intensiver und dann...war sie weg. Aja, die entzückt dem Schauspiel zugeschaut hatte schrak mit einem mal auf, so als wenn sie aus einem Traum erwacht sei. „Ey, he Moment mal, schrie Aja, mein Meisterstück!" Der Geist hatte sich mitsamt dem Kleid davongemacht. Was sollte Aja denn nun der Schneidergildenkommission vorlegen? Ihre schnelle Karriere hatte sich mit Ama in Luft aufgelöst. Aja wusste nicht, wie lange sie mit offenem Mund so dagestanden hatte, als sie sich wie in Trance und Hundemüde zur Treppe und in ihre Kammer schleppte. Sie war so erledigt, dass sie nicht einmal die Kraft aufbrachte die Tür hinter sich zu schließen. Wie eine Tote ließ sie sich aufs Bett fallen und schlief, so wie sie war, sofort ein. Der Weckhahn auf dem Nachttisch dachte bei sich, dass diese Rotzgöre wohl wieder einen schweren Tag gehabt hatte.

    Währenddessen erklang auf dem Straßenpflaster vor dem Haus Hufgeklapper. Meisterin Umu war von ihrer Cousine zweiten Grades zurückgekehrt. Als sie zur Tür hereinkam hörte sie aus Ajas Dachkammer lautes Schnarchen. Ach, das arme Kind hat sich doch hoffentlich nicht überarbeitet, dachte sie bei sich und ging sogleich erwartungsvoll ins Atelier. Als sie den Raum betrat, war es ihr als treffe sie der Schlag. Von der Auftragsarbeit war äußerst wenig erledigt. Dafür lag eins ihrer wertvollen Magiebücher aufgeschlagen auf einem Beistelltisch und Handwerkszeug lag Kreutz und Quer auf dem Arbeitstisch. „Hat sich das Miststück doch tatsächlich einen kleinen Sonderurlaub gegönnt," grollte Umu. „Wahrscheinlich hat da auch der erste Assistent des Bürgermeisters seine Hände mit im Spiel! Na warte mein Lehrmädchen, das gibt Morgenfrüh ein Donnerwetter!" Und dann dachte Umu nur noch, ich glaub' ich brauch jetzt einen Tee.

    (Fortsetzung von das Geisterkleid)


    Ohne es zu wollen legten sich die Weberinnen schwer ins Zeug. Meter um Meter des silbernen Gewebes hingen bald ringsum an den Wänden und floss förmlich wie Seide wellenförmig am Boden zusammen, fast als wenn es Wasser wäre. Aja schaufelte mit Vorsicht alles in einen großen Korb und schon bald schien es ihr, dass schon genug Material vorhanden sei. Aja sagte nun den Magiespruch, der den Bann wieder aufhob; <haltet inne Weberinnen, ihr könnt nun Halten und eure Beinchen auch behalten>. Sofort hörten die Spinnentiere mit der Arbeit auf und Aja raffte das restliche Gewebe schnell auf und stopfte es in den Korb. Nun beeilte sie sich zur Treppe zu kommen, denn in einem Keller, in dem die reichlich vorhandenen Weberinnen nun nicht mehr unter ihrem Bann standen, fühlte Aja sich etwas beklommen. Als sie die unterste Stufe erreichte, meinte sie eine Art unmerkliche Geräusche zu hören. So als wenn dünne Stimmchen durch das Gewölbe zögen. Es war wie leises Schnaufen und Stöhnen. Sie meinte sogar einzelne Wörter und sogar Satzfetzen zu verstehen. "Mach bloß, dass du weg kommst / Sklaventreiberin / wenn wir dich erwischen / Magieschlampe!" Aja beschleunigte ihre Schritte auf der Treppe, ohne sich umzudrehen und oben angekommen knallte sie die Tür zu. Fürs erste war sie gerettet, schaute aber etwas besorgt auf den Korb. Was wenn die Menge nicht reichte? In den Keller würde sie sich jedenfalls so schnell nicht mehr trauen. Aja ging mit dem Korb ins Atelier, immer den Korbinhalt im kritischen Blick. Nicht dass sie, aus versehen, noch eine der bestimmt rachsüchtigen Weberinnen mit in den Korb gepackt hat. Die kommende Nacht würde ein gewisses Lehrmädchen bestimmt unruhig schlafen. Endlich im Atelier angekommen, stellte sie den Korb, der erstaunlich leicht war, neben dem Arbeitstisch ab und wandte sich dem Magiebuch zu. Obwohl es eigentlich Zeit für die Mittagspause war, machte Aja weiter. Zum Essen war sie sowieso zu aufgeregt, und brach einem gewissen ersten Sekretär, dem die Abreise von Umu nicht entgangen war, das Herz. Gerade heute hatte er sich vorgenommen mal rüber zu winken. Aja verbrachte den Rest der Zeit mit dem Studium des Buches. Als es schon zu dämmern begann und das Licht im Atelier, zum Lesen, nicht mehr ausreichte, schrak sie wie aus einer Trance auf. Es war bald Zeit Ama zu Berichten. Aja machte für heute Feierabend und ging auf dem Weg zu ihrer Kammer noch in der Küche vorbei, um sich mit einem Apfel, zwei Birnen und einer Handvoll Aprikosen, für das Nachtmahl, zu versorgen. In der Dachstube angekommen, setzte sie sich mit einem seufzen aufs Bett und ließ das gelesene nochmal in ihrer Erinnerung Revue passieren. Sie war sich sicher, dass ihr Magietalent und das bisher Gelernte für das Herstellen eines Geisterkleides ausreichte. Während sie ihren Gedanken nachhing, biss sie immer mal wahllos von dem unterschiedlichen Obst ab.

    (Fortsetzung folgt)

    Ja, danke Bradley! Sieht interessant aus. Allerdings habe ich dort kein einziges Beispiel einer Karte gefunden. Wenn ich demnächst mehr Zeit habe, schaue ich mir die Sache etwas intensiver an.


    Offenbar nicht. Ich hatte so einen Fall noch nicht. Der PC-Mensch sagte jedenfalls klipp und klar, dass die Datei kaputt ist. Ich habe von einem Fall gelesen, wo genau das selbe mit open Office passiert ist. Die Datei bestand nur noch aus X-en.

    (Fortsetzung von Das Geisterkleid)


    „Das würden sie wirklich für mich tun?", der Geist rang sichtlich um Fassung. Solange Ama, so hieß die ehemalige Hausherrin, sich zurückerinnern konnte, hatte sie immer nur an sich selbst gedacht. Und nun wollte ein wildfremder Knochensack, so wurden die Lebenden von den Geistern scherzhaft genannt, ihr ins Licht helfen. Nur gut, dass Ama aus keiner Materie bestand. So brauchte sie keine Tränen der Rührung zurückzuhalten. Hätte sie noch Flüssigkeit in sich gehabt, würde sie jetzt bestimmt das Haus unter Wasser setzen. „Ich schlage vor, ich gehe jetzt Schlafen und sie machen noch ihr Geisterding, eben was Geister nachts so alles tun und ich stehe ganz früh auf, um unser Projekt in Angriff zu nehmen!" „Oh ja und wenn es dunkel wird und ich erwache, können wir uns über eventuelle Fortschritte austauschen!" „So machen wir es, Frau Geist!" „Ach nennen sie mich doch Ama, denn so ist mein Name!" „Angenehm, Aja!" „Dann bis morgige Nacht, Aja!" „Bis morgen, Madame Ama!" Aja ging zu ihrer Kammer und lies sich auf ihr Bett fallen. Sie richtete ihren Blick zur Decke und dachte, was für ein Tag. Und der Weckhahn auf dem Nachttisch dachte, die scheint aber einen schweren Tag gehabt zu haben.

    In aller Frühe erscholl das Kikeriki des Weckhahns und Aja, nachdem sie kurz überlegt hatte, ob sie alles nur geträumt hatte, sprang mit einem Satz aus dem Bett und lief Richtung <Örtchen>. Hat wohl gestern noch spät Zuviel Saft getrunken, dachte der Hahn. In Windeseile war Aja gewaschen, gebürstet und angekleidet. Dann gings zu einem Blitz-Frühstück und schließlich ab ins Atelier. An der Wand hing ein Regal, auf dem die drei dicken Magiebücher nebeneinander standen. Das dritte von links wies eine Staubschicht auf. Das war das Richtige. Sie wedelte den Staub vom Buch und nahm es hustend herunter. Es war ganz schön schwer und Aja wuchtete es auf ein Beistelltischchen, das sie zuvor neben den großen Arbeitstisch gestellt hatte. Zuerst einmal schaute sie ins Inhaltsverzeichnis und erschrak etwas, als sie unter G keinen Hinweis auf Geisterbekleidung entdeckte. Geister brauchten ja auch eigentlich keine Kleider. Was hatte sie sich nur dabei gedacht, als Lehrmädchen im dritten Lehrjahr einem Geist Hoffnung zu machen. Sie fragte sich ob sie Umu eine Posteule senden sollte , um sie um Rat zu fragen. Doch die hatte bestimmt mit ihrer Cousine zweiten Grades genug Sorgen und außerdem befürchtete Aja, dass Umu fragen könnte, wie der Geist gedachte zu bezahlen. Da Geister keine Materie besitzen sind sie im wahrsten Sinne des Wortes antimateriell, haben also kein Geld. Plötzlich viel ihr Blick bei T auf den Titel Transzendentale Bekleidung für ehemalige Oberschicht. Das könnte es doch sein. Schnell sah Aja auf Seite fünftausendneunhundertsiebenundzwanzig nach und...Treffer. Das sah wirklich nach einer Anleitung für die Erstellung von Bekleidung von Geistern aus. Allerdings stand da, dass dafür kein Stoff aus normalen Garn genommen werde, sondern aus...Spinnweben. „Bäh," entfuhr es Aja. Sie mochte keine Spinnweben und die Weberinnen schon gar nicht. Außerdem, im Keller gab es sicherlich genügend Material. Aber wie bekam Aja das in die nötige Bahnen-Form, um damit auch schneidern zu können. Da wurde ihr Blick von einer rotmarkierten Stelle angezogen. Dort stand ein Magiespruch, der die Spinnen dazu brachte ihre Netze nicht mehr Rund zu weben, sondern in einer, für die Verarbeitung praktischen rechteckigen Form. Der Spruch hieß, <webt nun eure Netze im Rechten-Eck, sonst reiß ich euch alle Beinchen weg>. Das dauert doch Wochen, dachte Aja, aber gleich einen Absatz weiter stand, wie man die Arbeit der Weberinnen beschleunigen konnte. Da stand, <seit bei der Arbeit wohl geschwind, es der ausgerissenen Beinchen sonst sehr viele sind>. Aja begab sich in Richtung Kellertür. Vor der Tür hielt sie kurz an und schüttelte sich vor Eckel. Dann atmete sie einmal tief durch, man musste für sein Gesellen/Meisterstück...äh, für seine gute Tat an einem unglücklichen Geist eben auch Opfer bringen. Neben der Tür war eine Ablage angebracht, auf der sich eine Kerze in einem praktischen Kerzenhalter, nebst Zunderbüchse befand. Schnell war die Kerze entzündet und entschlossen betrat Aja die Treppe zum Kellergewölbe. Die reichlich vorhandenen Weberinnen waren wenig erfreut, als es in ihrem Reich plötzlich hell wurde und noch weniger, als sie gleich zwei Bannsprüche direkt hintereinander traf.

    (Fortsetzung folgt)


    Es war eine Fernsehserie, mit David Suchet in der Hauptrolle. Gestern lief "Vorhang: Poirot letzter Fall", in der er gestorben ist. Diese Folge ist wahrscheinlich von 2013. Ich habe die Serie auf "one" gern gesehen. Übrigens, sie geht am Mittwoch den 31.07. wieder, mit Folge 1 "Köchin gesucht", los. Wieder in "one" um 20:15. Peter Ustinov war in den Filmen einmalig. Aber ich finde in der Serie auch David Suchet gut. Besonders seit trippelnder Gang ist charakteristisch.

    (Fortsetzung von Das Geisterkleid)


    "Ja, nicht! Die Mannsbilder wissen ja gar nicht, was sie ihren Ehefrauen für ein Ungemach bereiten, wenn sie von Brücken springen. Wie kann man nur so egoistisch sein?" "Da haben sie völlig recht, das war ihnen gegenüber völlig verantwortungslos." "Ich sehe, sie sind eine vernünftige, junge Frau!" Der Geist wirkte, wegen ihres harten Schicksals, gar nicht mehr so bedrohlich auf Aja und sie sagte deshalb, "ich gebe ihnen eine Decke, dann können sie sich darin einwickeln und mit mir in meine Kammer kommen. Dann haben wir es gemütlicher!" "Eine Decke funktioniert nicht, sie würde durch mich hindurch fallen!" "Oh, sie ärmste, dann können sie sich ja nie jemand ganz zeigen!" "Nein, kann ich leider nicht und das bedeutet, dass ich keine Erlösung finden kann!" "Wieso den nicht?" "Nun, das war so; als mich die Nachricht von Koks tragischem Tod erreichte, hatte ich ja schon irgendwie Gewissensbisse und dazu kam die Aussicht Obdachlos zu werden. Da hat mich der Schlag getroffen und ich kippte aus den Pantoffeln!" "Und dann?" "Dann war ich plötzlich in einem grell-weißen Raum und aus der hintersten Ecke ertönte die kreischende, sich überschlagende Stimme Koks; das ist siiie, siiie ist an allem Schuld, ich fordere die Höööchststraafe!" "Wo war den das und ich dachte ihr Mann sei zu Tode gekommen?" "War er ja auch! Es war so grell-hell in dem Raum, das ich gar nichts erkennen konnte, aber ich hörte Stimmen, die mich vermuten ließen, dass ich wohl vor sowas wie einem jenseitigen Tribunal stand, denn außer dem übergeschnappten Gekreische Koks vernahm ich noch eine tiefe Grabesstimme!" "Was um aller Geister Willen sagte diese Stimme denn?" "Sie sagte, "du hast deinen braven Ehegemahl mit deinem Tun in die Schatten gestürzt, Unholdige und darum musst auch du zu den Schatten gehen, es sei den dein Gemahl ist bereit dich zu begnadigen!" "Ich nehme mal an, dass sie darauf lange warten konnten!", sagte Aja leicht fröstelnd. "Gar nicht, der Schuft war sofort bereit mir Erlösung zu gewähren!" "Wieso denn Schuft?" Aja verstand gar nichts mehr. "Diese hinterhältige Bazille machte eine Begnadigung von einer Bedingung abhängig, ach dabei bin ich immer schon nicht gut im Erfüllen von Bedingungen gewesen!" "Um welche Bedingung handelte es sich den?" "Ich muss ein nagelneues, noch nie getragenes Kleid anziehen und dann sagte dieses Scheusal auch noch, dass ich ja einen halben Kleiderschrank voll mit noch nie getragenen Kleidern besitzen würde, ooohuhauuoooh!" "Wieso denn Scheusal, war doch nett von ihm?!" Von wegen, ich habe mich ganz plötzlich wieder an der Haustür mei…,unseres Hauses wieder gefunden wo mich der Schlag getroffen hatte und bin sofort ins Ankleidezimmer geschwebt!" Der Geist hielt plötzlich inne und schaute mit einem traurigen Blick. "Ja und, was geschah dann," fragte Aja ungeduldig. Die Spannung wollte sie schier Zerreißen. "Ich schwebte durch die geschlossene Schranktür, so eilig hatte ich es!" "Jaa, und!" Langsam verlor Aja die Contenance. "Nichts und! Kleider sind aus fester Materie und Geister nicht! So viele ich auch probiert habe, sie vielen alle von mir ab!" "Das ist ja 'n Ding," Aja war fassungslos. Dann war ja Kok wirklich ein Scheusal und hat seine Witwe durch seine sogenannte Begnadigungsaufgabe, von der er ganz genau wusste, dass sie unerfüllbar war, extra quälen wollen. "Aber, was tun sie den jetzt?" "Was ich seit Jahren tue! Nichts, denn ich kann einfach nichts tun!" "Ich nehme an, dass sie mitbekommen haben, wer nun in diesem Haus lebt?", fragte Aja. "Jaa, wieesoo?" "Dann wissen sie, dass die jetzige Hausbesitzerin eine Meisterschneiderin ist!?" "Oh ja, ich bin um Mitternacht häufig in die Arbeitsstube geschwebt und habe die schönen, neuen Kleider bewundert! Aber was hilft mir das?" "Madame Umu ist nicht nur eine gewöhnliche Schneidermeisterin," antwortete Aja, "sondern eine Magiebegabte Schneiderin allererster Güte! Wenn ein Mensch einen Weg findet ein Kleid für einen Geist zu kreieren dann Umu!" "Glauben sie wirklich, mein liebes Fräulein?", fragte der Geist und ein Funke Hoffnung war aus ihrer Frage herauszuhören. "Wenn jemand eine Lösung für ihr Problem kennt, dann Umu, wir müssen nur warten bis sie von ihrer verletzten Großcousine zurückkehrt!" "Oohuuooh", erscholl der Geister-Klageruf. "Ich verweile doch schon so lange in der Zwischenwelt!" Das Klagen erbarmte Aja und ihr kam eine Idee. "Ich weiß wo Umu ihr letztes der drei Magiebücher über Schneiderei aufbewahrt! Ich sollte dieses Lehrjahr ohnehin damit beginnen! Ich könnte versuchen eine Formel zu finden, die es ermöglicht ein Geisterkleid zu erschaffen! Eins ist klar, wenn das gelingen sollte, dann währe es ein wahres Meisterstück! Sicher würde die Schneidergildenkommission ein solches Kleid für die Gesellen- und gleichzeitig für die Meisterprüfung gelten lassen! So könnte ich einer armen Seele ins Licht helfen und gleichzeitig meine Karriere beschleunigen!"

    (Fortsetzung folgt)

    Wenn Filme so ein Knaller wie bei HdR und der Hobbit werden, haben es nachfolge Filme/Serien besonders schwer, weil sie an den vorangegangenen Erfolgen gemessen werden. Ich wünsche mir sehr, dass die Serie ein Erfolg wird, obwohl ich gar kein Bezahlfernsehen habe. :weep:

    Übrigens habe ich erfahren, dass Tolkiens Sohn und bis vor kurzer Zeit Chefverwalter des Väterlichen Erbes, die Verfilmungen des Werkes seines Vaters kritisch gesehen hat. Die Fangemeinde wartete sehnsüchtig auf neue Filme (Stoff gibt es ja noch zu Hauf) und der Mister Christopher Tolkien meinte "no, is nicht". Erst als er mit über 90 die Verwaltung aufgab gab's, welch Zufall, schwupp die wupp, einen Deal mit Amazon. Wird die Serie ein Erfolg, könnte ich mir sehr gut Vorstellen, das es noch mehr Verfilmungen geben wird. Warum nicht auch noch Kinofilme. :up:

    :cloud9:Oh ja, die HdR-Fangemeinde ist schon ganz aus dem Häuschen. Es heißt. dass schon dieses Jahr die Dreharbeiten beginnen und nächstes Jahr soll schon was gesendet werden. Es sind mindestens fünf Staffeln geplant. Produziert wird von Amazon und die Serie wird leider, vorerst, nur im Bezahlfernsehen zu sehen sein. :stampf:

    kati

    Hallo! Eine Animation, ja oder nein, hatte ich, zuerst, dem Künstler überlassen. Wer der Künstler ist, weiß ich noch nicht, da ich alle Archiv-Beispiele schön finde, hatte ich das demjenigen überlassen, der gerade Lust und Zeit hatte.

    Gibt es eine Möglichkeit irgendwo zu verfolgen wie weit die Arbeit voran geschritten ist?

    Hallo! Ich habe mich ganz neu in einem RPG-Forum angemeldet und würde den bestellten Avatar, außer hier, auch gerne beim Rollenspiel benutzen. Dort soll er aber 200x200 groß sein und darf nicht animiert sein. Das war bei der Bestellung noch nicht klar. Kann das noch berücksichtigt werden, oder muss ich einen neuen Bestellen?

    (Fortsetzung von Das Geisterkleid)


    "Das würde sich nicht geziemen," kam die Antwort. Geister tragen keine Kleider. "Dann ist meine Vermutung richtig, einen Geist vor mir zu haben." "Natürlich ist eine solche Vermutung richtig, dafür gibt es ja nun genügend Indizien," sagte die Fremde Spöttisch. "Welche Indizien meinen sie," fragte Aja verwirrt. "Nun, da währen," fing das Bleichgesicht mit der Aufzählung an; "ich bin total Blutleer, wie man an meinem Teint erkennen kann. Zudem bin ich auch noch leicht durchsichtig und zuletzt kann ich meinen Kopf durch harte Gegenstände, wie etwa eine Holztür, stecken, ohne ein Loch zu hinterlassen. Ach ja, hab' ich beinahe vergessen, ich jammere des Öfteren gern vor mich hin." "Aber warum tun sie denn das?" "Na wegen dem Fluch, der auf mir lastet." "Welcher Fluch denn und warum lastet er auf ihnen?" "Ach, der ist von meinem früheren Gemahl, der mir übelgenommen hat, dass ich unser Haus an der Börse verzockt hab'." "Wieso haben sie das getan?" "Eigentlich konnte ich gar nichts dafür," sagte Ajas unverhoffte und etwas gruselige Gesprächspartnerin mit einem offensichtlich einstudierten, unschuldigen Gesichtsausdruck. "Wir, also mein Mann Kok und ich hatten gerade erst das Haus fertig gebaut, naja, bauen lassen. Hier mitten in der Stadt war das Grundstück ganz schön teuer und der Bau erst. Nun vielleicht ist er auch wegen dem ein oder anderen, kleinen Sonderwunsch von meiner Person etwas teurer geworden als ursprünglich gedacht. Aber man muss auch bedenken, dass wenn man an so exponierter Stelle wie gegenüber vom Rathaus baut, auch die Pflicht hat einen gewissen Status zu repräsentieren. Also was soll ich sagen, Als der Bau vollendet war, herrschte in unserer zuvor so reich gefüllten Sparschatulle Ebbe und wir, damit meine ich natürlich meinen Mann, mussten die Schulden abstottern. Aber mein Kok war wirklich ein fleißiger und was seine eigene Person anging auch sparsamer Mensch. Deshalb konnten wir auch lange den Kredit bedienen und sogar noch etwas regelmäßig in die Sparschatulle tun." "Klingt doch gut." "Naja, ich beging dann noch ein kleines Fehlerchen." "Von welcher Art denn?" "Oooohuooh," erscholl ein langer Klageton, aber dann antwortete der Geist; "ach je, herjeminé, nun begann das eigentliche Verhängnis. Damals begann es in der weiblichen Oberschicht Mode zu werden, alle Gesellschaftskleider nur noch ein Mal in der Saison zu tragen. Was sollte ich tun, ich konnte doch nicht auf dem wöchentlichen Damenkränzchen mit einem Kleid von voriger Saison auftauchen, schließlich war es meine Pflicht zu repräsentieren. Und sollte vielleicht meine beste Freundin Zaz, diese arrogante Schnepfe, über mich, äh...und meine Familie triumphieren?" "Ach, sie arme! Da haben sie aber ganz schön mit Problemen zu kämpfen gehabt. Aber wie ging es weiter?" "Nun, in meiner großen Verzweiflung kam ich auf die Idee, die wieder angesparten, bescheidenen Rücklagen in der Sparschatulle in Anspruch zu nehmen." "Waas, sie haben in die Kasse gegriffen?" "Ich war doch in einer Notlage und außerdem war ich sicher es wieder zurücklegen zu können, denn ich hatte einen todsicheren Anlagetipp an der Börse erhalten." "So, woher denn?" "Na von meiner besten Bussi-Bussi Freundin Zaz natürlich, deren Gemahl ist doch schließlich von Beruf Börsenspekulant." "Ach so, alles klar! Lassen sie mich raten, der todsichere Tipp ging in die Hose, oder?" "Ja, leider und mein bis dahin so nachsichtiger Ehegemahl bekam einen Tobsuchtsanfall. Das hat man dann davon, wenn man sich als Frau für das gesellschaftliche Ansehen der Familie aufopfert. Ooouuuhou, ich bin wirklich zu bedauern." "Aber wirklich, und was geschah weiter." "Mein armer Kok wurde wahnsinnig und schrie herum, dass wir sicher obdachlos werden würden und dass er die Nase gestrichen voll hätte und dann rannte er wie von einer Wespe gestochen aus dem Haus. Später erfuhr ich, dass er schnurstracks zum Steinmetz Geg gefahren ist und sich dort einen Mühlstein gekauft hatte und danach zur Seilerei von Meister Tet und dort vom letzten Geld ein Seil erstanden hat." "Oh, die Seile von Tet sind die besten, die sollen besonders haltbar sein." "Ja, sind sie wohl." "Und dann?" "Dann ist er zur Brücke, die über den Fluss führt gefahren, stellte natürlich noch die Kutsche im Halteverbot ab, band den Mühlstein mit dem Seil mittels Schlinge um seinen Hals und kletterte auf die Brüstung." "Au weh, er wird doch nicht?" "Doch." Dann ist der ärmste also ertrunken." "Nein, ist er nicht. Der Fluss ist an besagter Stelle nur zwanzig Zentimeter tief." "Autsch!" "Allerdings, der Mühlstein ist auf dem Flussgrund aufgeschlagen und dann Koks Kopf auf dem Mühlstein." "Sie bedauernswerte Frau haben ja damals was mitgemacht."

    (Fortsetzung folgt)

    Vadin at Vilja

    Einstoed em ek ordin

    Bin einsam worden,

    Im ereb na,

    sem Ösp i Holti,

    wie die Espe im Wald,

    sui i Orn edheryn,

    fallin at Fraendum

    der Freunde beraubt

    ena Mellyn gwanwen

    sem Fura at Kvisti,

    wie die Föhre der Zweige,

    ben Tacholornon in 'elf,

    vadin at Vilja

    bar der Freude

    ar'lass

    sem Vidr at Laufi

    wie ein Baum des Laubes,

    be er Golasgaladh,

    pá er in Kvistskoede

    wenn der Waldverwüster

    ae i Daur asgar Ancalagon

    kemr um Dag varmen.

    kommt an warmen Tagen.

    tol na loeg Oer.


    Quelle: Traditionell Altnordisch

    Übersetzt ins Sindarin von Wilferedh am 29.11.2018 :drache: